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24.05.2012, 06:08 Uhr

Wir machen Zukunft – Projektabschluss in der Jugendbildungsstätte

Mittwoch, 30. November 2011

Wir machen Zukunft – Projektabschluss in der Jugendbildungsstätte

Am 23.11.2011 veranstaltete der KJR in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium Kiel und dem Landesjugendring SH einen Zukunftstag in der Jugendbildungsstätte. Vorher fanden unterschiedliche Klimaaktionstage in Kitas, einer Grundschule, Bildungstage für Jugendgruppenleiter/innen und Azubis des Kreises Pinneberg statt.

Barmstedt, 23.11.2011. Wieso wird eine norddeutsche Büsumer Krabbe mehr als 6000 km nach Marokko zum Weiterverarbeiten geschickt, obwohl doch eigentlich jeder heutzutage den Begriff CO2-Ausstoß und den Treibhauseffekt kennt?  Mit  solchen wichtigen Zukunftsfragen beschäftigten sich in den vergangenen Wochen vier Projekte unterschiedlicher Altersgruppen. So gab es zwei Klimaaktionstage in Kindertagesstätten und einen weiteren in der Grundschule Haseldorf. Spielerisch und gut durchdacht wurden kleine Energiedetektive ausgebildet, welche dann in ihrer Kita,  der Schule und auch Zuhause vorbildlich den nachhaltigen Gedanken in das tägliche Leben einbezogen. Durch Fragen wie „Woher kommt der Strom“ oder „Was hat der Eisbär mit der Klimaerwärmung zu tun“ wurden die Kinder für ein nachhaltiges Bewusstsein sensibilisiert. Birgit Hammermann, stellvertretene Geschäftsführerin des KJR und die Referentin, Vicky Lodemann, waren von den Energietagen begeistert und stellten überzeugend dar, dass schon  in der Kita und in der Grundschule der Grundstein für ein nachhaltiges Denken gelegt werden muss.

Auch in die tägliche Vereinsarbeit und Gruppenarbeit hielt der nachhaltige Gedanke Einzug. So wurde im Rahmen dieses Projektes das erste Mal bei der Ausbildung zum Jugendgruppenleiter vom KJR der Aspekt der Nachhaltigkeit thematisiert und bearbeitet.

Eine bisher einmalige Kooperation von jungen Erwachsenen fand im Zuge des Zukunftstages für Auszubildende des Abwasser-Zweckverbandes, der Pinneberger Kreisverwaltung sowie Bundesfreiwilligendienstlerinnen des Kreisjugendringes Pinneberg (KJR) statt. Sie erarbeiteten Anfang November beim azv in Hetlingen unter der Fragestellung „Wie möchte ich 2025 in Schleswig-Holstein leben?“ Anregungen, Wünsche und Forderungen an die Politik. Die Ergebnisse umfassten die Bereiche Ernährung, Bildung, Wohnen, Energiewende, Umwelt und Mobilität im Jahre 2025. Zur Verdeutlichung des Transparenzproblems über die Verarbeitungsabläufe bei Lebensmitteln erarbeiteten die Jugendlichen einen Sketch. Dieser symbolisierte den weiten Weg der Büsumer Krabbe von der Nordsee nach Marokko, bis schließlich zum Kühlregal. Die Fragestellung war deutlich: Wie kann es sein, dass ein norddeutsches Produkt nach Marokko geschickt wird, nur weil die Arbeitskräfte dort günstiger sind, obwohl schon heutzutage die Probleme durch den Klimawandel sichtbar werden?

Alle Ergebnisse, Anliegen und Forderungen präsentierte der Kreisjugendring Pinneberg e.V mit seinen Kooperationspartnern  in der Jugendbildungsstätte am 23.11.2011 Herrn Dr. Dietmar Fahnert, vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Die  Beteiligten waren sich einig,  dass insbesondere Kinder schon frühzeitig und flächendeckend mit den Themen des schonenden und nachhaltigen Umgangs mit der Umwelt in Kontakt gebracht werden müssen. Ideen dazu gibt es genug.

Im Anschluss  an diese Präsentationen bedankte sich Herr Waschkau für die engagierte Arbeit aller Mitwirkenden in den Projekten und bei Frau Ursula Schwarte, Ausbildungsleiterin des Kreises Pinneberg, sowie Frau Ute Hagmaier vom Abwasserzweckverband, die die Auszubildenden frei stellten und sich beide für die Beschäftigung mit der Nachhaltigkeit eingesetzt hatten und auch zukünftig einsetzen werden.

Am 4. Februar 2012 haben die Jugendlichen dann die Chance sich bei einem Kongress in Kiel über Umweltprojekte in Schleswig-Holstein mit anderen jungen Menschen aus Schleswig Holstein auszutauschen und ihre Projekte „Südhaus“, „Dachterrassengärten“ und „intelligente Mobilität auf dem Lande“ vorzustellen. Es können sich interessierte junge Leute anschließen und sich beim KJR melden. Der Zukunftstag für Auszubildende ist Teil des Projekts „Wir machen Zukunft“ für Kinder und Jugendliche. Er wird vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein und vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein gefördert und vom Landesjugendring SH koordiniert. Drei weitere Kreisjugendringe aus Schleswig Holstein hatten sich an diesem Programm beteiligt. Die jungen Teilnehmer/innen  aus dem Kreis Pinneberg waren von der Aktion begeistert. „Es ist schön, dass auch die Jugend zu Wort kommt, wenn es um so wichtige Themen in der Zukunft geht. Ich denke, dass Projekte die das nachhaltige Bewusstsein fördern immer wichtiger werden. Denn wenn wir und die jüngeren Generationen nicht nachhaltig leben, gibt es keine Zukunft“, sagte Vivian Jens, Bundesfreiwilligendienstlerin beim KJR.

Wir machen Zukunft 1 Wir machen Zukunft 2 Wir machen Zukunft 3 Wir machen Zukunft 4

Bildnachweis: 1. Der Sketch mit dem klimafeindlichen Transport der Krabben von Büsum nach Marokko kam gut an, regte aber auch zum Nachdenken an. 2. Die Kooperation des Kreises Pinneberg, des azv und des KJR mit den AZUBIS  war ein Novum – hier beim AZV in Hetlingen. 3. Jede Energiegewinnung ist mit großem Aufwand verbunden. 4. Die Kinder der Grundschule Haseldorf waren beim Thema Energiegewinnung voll bei der Sache und ließen sich gern zu Energiedetektiven ausbilden.

Anmeldungen für den Zukunftstag am 4. Februar 2012 in Kiel an:  Verband@kjr-pi.de


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