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24.05.2012, 05:17 Uhr

Haushaltsentwurf Kinder- und Jugendplan 2005

Montag, 20. September 2004

Haushaltsentwurf Kinder- und Jugendplan 2005



Es geht an die Substanz: Regierung spart an der Jugend

Berlin, 16. September 2004 - Der Kinder- und Jugendplan des Bundes für 2005 soll nach dem Haushaltsentwurf der Bundesregierung eine Kürzung von 5,3 Prozent erfahren. Damit sinkt der Etat von 111,69 Millionen Euro in 2003 über 106,690 Millionen Euro im Jahr 2004 weiter auf nunmehr 101,023 Millionen Euro in 2005. Die Bundesregierung spart damit eindeutig an der Jugend.

Detlef Raabe, Vorsitzender des Deutschen Bundesjugendring, meint dazu: "Kürzungen in der Kinder- und Jugendhilfe sind kein Subventionsabbau, sondern fehlende Investitionen in die junge Generation! Kinder- und Jugendarbeit bietet einen außerschulischen Raum für Heranwachsende, der für die Entwicklung ausgesprochen wichtig ist. Dass die Bundesregierung hier weiter kürzt, ist unverantwortlich."

Der Kinder- und Jugendplan des Bundes dient der Förderung bundeszentraler Träger der Kinder- und Jugendhilfe, internationaler Aufgaben sowie der Förderung von Modellen und Experimenten, die durch ein Bundesland nicht alleine wirksam gefördert werden können. Wer die Zahlen des Kinder- und Jugendplan des Bundes für 2005 betrachtet, stellt fest, dass vor allem bei der Förderung der bundeszentralen Träger überdurchschnittlich gekürzt wird. So ist bei der Jugendverbandsarbeit eine Kürzung von 7,3 Prozent geplant. Projekte, an denen das zuständige Ministerium direkt beteiligt ist wie zum Beispiel im Posten Jugendinformation oder Beteili-gungsbewegung bleiben hingegen von Kürzungen unberücksichtigt oder haben sogar steigende Summen. Auch der Posten Aktionsprogramme bleibt auf dem Kostentitel des Vorjahres. Die Kürzungen gehen damit eindeutig zu Lasten der Infrastrukturförderung der Kinder- und Jugendarbeit. Das geht den Jugendverbänden auf Bundesebene an die Substanz und bewirkt, dass eine Vielzahl von Angeboten gefährdet sind. Die Situation wird zusätzlich verschärft, da auch in den Ländern und Kommunen mit weiteren Einsparungen gerechnet werden muss.

Detlef Raabe macht in diesem Zusammenhang deutlich, dass Aktionsprogramme die Jugendverbandsstrukturen nicht ersetzen können. Im Gegenteil: Die Durchführung solcher Programme benötigt die jugendverbandlichen Strukturen."Bei dieser katastrophalen Planung der Kinder- und Jugendförderung wünschten wir", so Detlef Raabe, "dass die entgangenen Einnahmen der LKW-Maut [monatlich 156 Millionen Euro] für ein Jahr auf einem Konto angelegt worden wären. Alleine die Zinsen aus diesem Guthaben würden das derzeitige Förderniveau der Kinder- und Jugendarbeit des Jahres 2004 auf Dauer sicherstellen."

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