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24.05.2012, 04:57 Uhr
Sonntag, 17. April 2011
Mehr als ein Drittel der Deutschen setzt sich bereits aktiv für das Gemeinwohl ein. Persönliche Anerkennung erfahren diese Menschen dabei vor allem im Rahmen ihres Engagements, die breite Öffentlichkeit aber nimmt eher selten davon Notiz. Mit dem Deutschen Engagementpreis, der einmal jährlich verliehen wird, soll sich dies ändern.
Die Auszeichnung gibt engagierten Personen und beeindruckenden Projekten ein Gesicht und stärkt die Anerkennungskultur für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Für den Deutschen Engagementpreis kann man sich nicht bewerben – stattdessen können alle Bürgerinnen und Bürger ihre „ganz persönlichen Helden“ von Anfang April bis Ende Juli 2011 für diese Ehrung vorschlagen.
Die Jury des Deutschen Engagementpreises, besetzt mit Vertretern des Bündnisses für Gemeinnützigkeit sowie Experten für einzelne Engagementbereiche, vergibt die Auszeichnung in sechs Kategorien. Sie spiegeln die vielfältigen Formen von Engagement in Deutschland wider. Neben den vier Bereichen Politik & Verwaltung, Wirtschaft, Dritter Sektor und Einzelpersonen wird in diesem Jahr dem Engagement von Älteren eine eigene Kategorie gewidmet. Mit der sechsten Kategorie, dem Publikumspreis, schließt sich dann der Kreis mit der Online-Abstimmung, die im Herbst 2011 beginnt.
Einzelperson
Wer kennt sie nicht: den Nachbarn, der seine ganze Freizeit investiert, um sich für den Tierschutz einzusetzen. Die Arbeitskollegin, die sich um Flüchtlinge in Deutschland kümmert. Der Schüler, der alten Menschen im Pflegeheim Geschichten vorliest, oder die Mutter, die an der Schule ihrer Kinder ein Förderprojekt für benachteiligte Schüler ins Leben gerufen hat.
Das Engagement von Menschen ist meistens eingebunden in Vereine, Organisationen, Projekte oder konkrete Aktionen, und erst das gemeinsame Wirken macht ein einflussreiches Ganzes möglich. Und doch gibt es oftmals gerade die eine Person, ohne die alles nicht zustande gekommen wäre oder die sich besonders einsetzt. Die Nominierung zum Deutschen Engagementpreis bietet eine außergewöhnliche Möglichkeit, seinem „persönlichen Helden“ einmal Danke zu sagen. Freiwillig engagierten Personen aus allen Engagementbereichen können in der Kategorie Einzelperson teilnehmen.
Gemeinnütziger Dritter Sektor
Wer berät Menschen, die Schulden haben? Wohin kann man sich wenden, wenn man in diesem Land fremd ist? Was kann die Gesellschaft gemeinsam für den Umweltschutz tun? In Deutschland gibt es zahlreiche Organisationen, die sich gesellschaftlichen Bedarfen widmen. Sie fangen Menschen in schwierigen Lebenslagen auf, bieten Unterstützung an und tragen in hohem Maße dazu bei, die Zukunft konstruktiv zu gestalten. Manche dieser Verbände und Vereine sind eher für den einzelnen Menschen da, andere legen ihren Fokus auf politischen Einfluss oder internationale Vernetzung. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Sie bereichern das gesellschaftliche Leben, machen auf Schieflagen aufmerksam, garantieren Vielfalt und bieten Möglichkeiten, sich zu engagieren. Vereine, Projekte und Initiativen aus dem Non-Profit-Bereich, die sich für am Gemeinwohl orientierte Ziele einsetzen, können nominiert werden und in dieser Kategorie am Deutschen Engagementpreis teilnehmen.
Teilnahmevoraussetzungen
Jeder Teilnehmer muss von einer anderen Person, Institution oder Organisation vorgeschlagen worden sein. Die Einreichung von Vorschlägen erfolgt entweder über eine Postkarte an das Projektbüro oder online auf der Homepagewww.deutscher-engagementpreis.
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