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24.05.2012, 04:55 Uhr

Das KJHG muss Bundesgesetz bleiben

Montag, 20. September 2004

Das KJHG muss Bundesgesetz bleiben

Gleiche Chancen für alle Kinder und Jugendliche in Deutschland

Berlin, 15. September 2004 - Die Unterschiede in den Lebensverhältnissen der Menschen in Deutschland haben durch die Aussagen von Bundespräsident Horst Köhler eine tagesaktuelle Brisanz erfahren. Unterschiedliche Lebensverhältnisse betreffen gerade auch Kinder und Jugendliche in Deutschland. Politisches Ziel muss es weiterhin sein, diese unterschiedlichen Lebensverhältnisse anzugleichen und damit gleiche Voraussetzungen und Chancen für die junge Generation zu schaffen.

Das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) schafft genau für dieses politische Ziel den bundesgesetzlichen Rahmen: Jedem Kind und jedem Jugendlichen in Deutschland stehen im gleichen Maße Förderung und Hilfeleistungen zu. Die Tagesstätten für Kinder, Beratung in Lebenskrisen, erzieherische Hilfen, Angebote der Jugendarbeit, Hilfe bei Misshandlungen, Vernachlässigung oder Missbrauch. All dies ist im Kinder- und Jugendhilfegesetz der Bundesrepublik Deutschland (KJHG) geregelt. Dieses Rahmengesetz stellt den Ländern und Kommunen bereits jetzt einen ausreichenden Gestaltungsspielraum zur Verfügung.

"Wenn wir uns vom Verfassungsauftrag der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse verabschieden", so Detlef Raabe, Vorsitzender des Deut-schen Bundesjugendring, "werden wir die Startvoraussetzungen für die junge Generation entscheidend verschlechtern. Wenn der bundesgesetzliche Rahmen des KJHG wegfällt und in die Zuständigkeit der Länder übergeht, wird es noch größere Unterschiede in der Förderung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in den Bundesländern geben."

Förderung von Kindern und Jugendlichen ist keine Subvention, sondern Investition in die Zukunft unseres Landes. Deshalb fordert der Deutsche Bundesjugendring die politischen Verantwortlichen auf, in der Föderalismusdiskussion das KJHG nicht nur unter finanzpolitischen Aspekten zu betrachten, sondern unter das politische Ziel gleicher Chancen für alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland zu stellen. Die Realität der unter-schiedlichen Lebensverhältnisse macht die Umsetzung des Verfassungsauftrages wichtiger denn je.

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