Montag, 10. November 2003
Jetzt soll Bewegung in die Sache kommen. Nach dem Vorbild bei der Gestaltung der Skater-Bahn am Freibad, an der Jugendliche maßgeblich mitplanten, soll jetzt eine Arbeitsgruppe gegründet werden. Ihr Ziel wird es sein, trotz aller Widrigkeiten Tanzveranstaltungen zu organisieren. Weder ist derzeit ein Raum dafür in Aussicht, noch haben sich bislang Erwachsene für Betreuung und den Getränkeverkauf gefunden. Dass die Disco keine Profi-Veranstaltung wird, ist allen Beteiligten klar und wird von den meisten auch nicht erwartet.
Ein Jugendcafé ist ein weiterer Dauerbrenner auf der Wunschliste der Bramstedter Jugend. Auch hier ist Bewegung zu erkennen. "Das könnte im nächsten Jahr was werden", sagte Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach. Bislang scheiterte das Projekt daran, dass professionelle Anbieter finanzielle Hilfe von der Stadt erwarteten, diese jedoch kein Geld hat. Dass eine Stadt an dieser Tatsache nicht vorbeikommt, führte Kütbach den Jugendlichen mit einer eindrucksvollen Zahl vor Augen: Nach neuesten Berechnungen fehlen im nächsten Haushalt 1,8 Millionen Euro.
Angesichts dieser Misere ist nicht zu erwarten, dass sich im Jugendzentrum viel ändert. Dort wurde der Balkon gesperrt, weil er beim Betreten abzustürzen droht. Am Billardtisch stellten die Jugendlichen die Mängel selbst fest: Die Kugeln rollen, ohne gestoßen zu werden.
tz
erschienen im
Hamburger Abendblatt am 31. Okt 2003